Abschmierpistolen & Fettzähler

An der Pistole entscheidet sich, ob die Schmierstelle sauber erreicht wird. Ausführungen mit starrem Rohr, mit flexiblem Schlauch und ohne Vorsatz, dazu Mundstücke für jede Nippelform und der digitale Zähler K200 für die Verbrauchserfassung.

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Abschmierpistolen & Fettzähler

Die Abschmierpistole sitzt am Ende der Hochdruckleitung: Abzug, Auslauf (starr oder Panzerschlauch) und Hydraulikmundstück, das auf dem Schmiernippel einrastet. Fettzähler ergänzen die Mengenmessung – für dokumentierte Schmierpläne und Zentralanlagen, bei denen die Grammzahl zählt.

Das Sortiment in Zahlen

  • Anschlussgrößen: F 1/4”, F 1/8”
  • Betriebsdruck: 3,5 bar bis 600 bar

Wo diese Technik eingesetzt wird

Handfettpressen sind das Werkzeug für die Schmierstelle, an die keine Leitung führt: Lager an Anhängern und Landmaschinen, Gelenke an Baumaschinen, Führungen im Maschinenbau. Entscheidend ist, dass am Nippel genug Druck ankommt, um das alte Fett zu verdrängen.

Kartuschenbetrieb ist der saubere Weg – kein offenes Fett, kein Umfüllen. Für größere Mengen bleibt die Befüllung aus dem Fass wirtschaftlicher.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Handhebelpressen bauen den höchsten Druck auf und kommen an festsitzende Nippel; Einhandpressen sind für Arbeiten über Kopf oder in Engstellen gedacht, wenn die zweite Hand das Bauteil hält. Akkupressen lohnen sich ab etwa 20 Schmierstellen pro Durchgang – sie sparen die Ermüdung, nicht die Zeit.

Das Mundstück entscheidet über die Zugänglichkeit: Vierbackenkupplungen halten auch an abgenutzten Nippeln, Gelenkmundstücke erreichen Nippel im Winkel, Nadeladapter dienen für verschlossene Schmierstellen.

Betrieb, Wartung und Sicherheit

Vor dem Ansetzen den Nippel abwischen – der eingetragene Schmutz ist die häufigste Ursache für Lagerschäden nach der Wartung. Nach dem Abziehen des Mundstücks tritt etwas Fett aus; das ist normal.

Lässt sich kein Fett fördern, ist meist Luft in der Presse: Entlüften, indem die Kartusche kurz gelöst und der Hebel betätigt wird, bis Fett austritt.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich eine verschlissene Abschmierkupplung?

Wenn das Mundstück auf dem Nippel nicht mehr dicht hält oder abrutscht, sind meist die Spannbacken ausgeweitet – das Mundstück ist ein Verschleißteil und einzeln ersetzbar.

Welche Anschlussgrößen gibt es?

Lieferbar sind die Anschlussgrößen F 1/4”, F 1/8”. Maßgeblich ist der Anschluss der vorhandenen Leitung oder Pumpe; Adapter auf andere Gewinde sind als Zubehör verfügbar.

Welches Fett gehört in die Presse?

Für allgemeine Wälzlager und Gelenke im Fahrzeug- und Maschinenbau ist Lithiumfett NLGI 2 das Allzweckfett. Bei hohen Temperaturen, Wasser oder Lebensmittelkontakt gelten eigene Anforderungen – die Herstellervorgabe der Maschine ist maßgeblich.

Kartusche oder Fassbefüllung?

Kartuschen sind sauber und vermeiden Verwechslungen, kosten je Kilogramm aber mehr. Wer viel schmiert, füllt aus dem Fass über eine Füllpumpe – das ist deutlich günstiger und geht mit einem Füllnippel schnell.

Wie viel Druck baut eine Handfettpresse auf?

Handhebelpressen erreichen je nach Bauart 300 bis 400 bar – genug, um festsitzende Nippel zu öffnen. Der hohe Druck ist auch der Grund, warum eine Presse nie gegen die Haut gerichtet werden darf.