Handfettpressen & Kartuschen

Vom Handhebel bis zur 20-V-Akkupresse: Werkzeuge für die Schmierstelle, an die keine Leitung führt. Dazu die passenden Lithium-Kartuschen NLGI 2 und die Ersatzteile, mit denen sich eine vorhandene Presse instandsetzen lässt.

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Handfettpressen & Kartuschen

Die Handfettpresse ist das Universalwerkzeug der Einzelschmierstelle: befüllbar per 400-g-Kartusche, lose oder per Umfüllpumpe, abgegeben wird über Panzerschlauch oder starres Rohr mit Hydraulikmundstück. Kartuschen halten das Fett sauber und machen den Wechsel zwischen Fettsorten einfach.

Das Sortiment reicht von Handhebel- und Pistolengriff-Pressen über Druckluft- bis zu Akku-Pressen für Serienabschmierung.

Das Sortiment in Zahlen

  • Längen: 300 mm bis 1000 mm
  • Betriebsdruck: 100 bar bis 1000 bar

Wo diese Technik eingesetzt wird

Handfettpressen sind das Werkzeug für die Schmierstelle, an die keine Leitung führt: Lager an Anhängern und Landmaschinen, Gelenke an Baumaschinen, Führungen im Maschinenbau. Entscheidend ist, dass am Nippel genug Druck ankommt, um das alte Fett zu verdrängen.

Kartuschenbetrieb ist der saubere Weg – kein offenes Fett, kein Umfüllen. Für größere Mengen bleibt die Befüllung aus dem Fass wirtschaftlicher.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Handhebelpressen bauen den höchsten Druck auf und kommen an festsitzende Nippel; Einhandpressen sind für Arbeiten über Kopf oder in Engstellen gedacht, wenn die zweite Hand das Bauteil hält. Akkupressen lohnen sich ab etwa 20 Schmierstellen pro Durchgang – sie sparen die Ermüdung, nicht die Zeit.

Das Mundstück entscheidet über die Zugänglichkeit: Vierbackenkupplungen halten auch an abgenutzten Nippeln, Gelenkmundstücke erreichen Nippel im Winkel, Nadeladapter dienen für verschlossene Schmierstellen.

Betrieb, Wartung und Sicherheit

Vor dem Ansetzen den Nippel abwischen – der eingetragene Schmutz ist die häufigste Ursache für Lagerschäden nach der Wartung. Nach dem Abziehen des Mundstücks tritt etwas Fett aus; das ist normal.

Lässt sich kein Fett fördern, ist meist Luft in der Presse: Entlüften, indem die Kartusche kurz gelöst und der Hebel betätigt wird, bis Fett austritt.

Häufige Fragen

Kartusche oder lose Befüllung?

Die Kartusche ist sauber, schnell gewechselt und schließt Verunreinigungen praktisch aus. Lose Befüllung aus dem Gebinde ist günstiger, verlangt aber sorgfältiges Arbeiten – am besten mit einer Umfüllpumpe, die Lufteinschlüsse vermeidet.

Welches Fett gehört in die Presse?

Für allgemeine Wälzlager und Gelenke im Fahrzeug- und Maschinenbau ist Lithiumfett NLGI 2 das Allzweckfett. Bei hohen Temperaturen, Wasser oder Lebensmittelkontakt gelten eigene Anforderungen – die Herstellervorgabe der Maschine ist maßgeblich.

Wie viel Druck baut eine Handfettpresse auf?

Handhebelpressen erreichen je nach Bauart 300 bis 400 bar – genug, um festsitzende Nippel zu öffnen. Der hohe Druck ist auch der Grund, warum eine Presse nie gegen die Haut gerichtet werden darf.