Antriebe zum Nachrüsten der Serien 600 und 700

Sechs Antriebe für die Industrie-Schlauchaufroller, jeweils mit Ritzel und Befestigungshalterung: elektrische Getriebemotoren mit 12 V DC (430 W), 24 V DC (448 W), 115 V AC (441 W) und 230 V AC (402 W), dazu der Hydraulikmotor OM 32 C-S mit 830 min⁻¹ und der Druckluftmotor M 250F mit 850 min⁻¹.

Die Elektromotoren laufen in Betriebsart S3 mit 50 % Einschaltdauer und drehen mit rund 305 min⁻¹. Welcher Antrieb passt, hängt davon ab, was am Einsatzort verfügbar ist: 12 und 24 V auf Fahrzeugen, 230 V in der Halle, hydraulisch und pneumatisch dort, wo kein Strom liegen soll. In dieser Gruppe finden Sie auch die LED-Handleuchte als Ersatzteil.

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Antriebe für Schlauchaufroller – wozu und wofür

Für die großen Industrie-Aufroller der Serien 600/700 sind neben dem Federrückzug auch motorische Antriebe lieferbar – sinnvoll bei großen Schlauchlängen und -querschnitten, bei denen eine Feder an ihre Grenzen kommt.

Wo diese Technik eingesetzt wird

Ein Schlauchaufroller hält den Schlauch dort, wo er gebraucht wird, und räumt ihn selbsttätig wieder weg. Das ist zuerst eine Frage der Arbeitssicherheit: Am Boden liegende Schläuche sind in Werkstatt und Waschhalle die häufigste Stolperstelle. Zugleich verlängert das Aufrollen die Lebensdauer des Schlauchs, weil er nicht überfahren und nicht geknickt wird.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Vier Angaben bestimmen den passenden Aufroller: Medium, Betriebsdruck, Schlauchdurchmesser und Länge. Der Durchmesser bestimmt den Durchfluss – ein zu dünner Schlauch drosselt die Abgabe spürbar. Die Länge sollte den Abstand zur entferntesten Entnahmestelle plus etwa 1,5 m Arbeitsreserve abdecken; jeder überschüssige Meter erhöht den Druckverlust.

Feststehend oder schwenkbar ist keine Geschmacksfrage: Ein schwenkbarer Aufroller folgt der Zugrichtung und schont die Umlenkung, wenn von mehreren Seiten gearbeitet wird. Bei nur einer Arbeitsrichtung ist die feststehende Ausführung günstiger und stabiler.

Betrieb, Wartung und Sicherheit

Der Federrückzug ist das Verschleißteil: Den Schlauch nie zurückschnellen lassen, sondern geführt einlaufen lassen – das schont Feder, Umlenkrollen und Anschlüsse. Die Rastung sollte hörbar einrasten; setzt sie aus, ist meist Schmutz in der Sperrklinke die Ursache.

Das Drehgelenk führt das Medium in die drehende Trommel und ist damit die einzige dynamische Dichtstelle. Undichtigkeiten zeigen sich dort zuerst; Dichtsätze sind als Ersatzteil erhältlich.

Häufige Fragen

Wie finde ich das passende Teil zu meinem Aufroller?

Über die Artikelnummer des Aufrollers: Sie kodiert Serie, Schlauchlänge und Anschluss. Mit dieser Nummer ist Ersatz eindeutig zuordenbar – im Zweifel genügt sie in einer Anfrage.

Feststehend oder schwenkbar – was ist besser?

Schwenkbar, wenn aus wechselnden Richtungen gearbeitet wird: Die Trommel dreht sich in die Zugrichtung, der Schlauch läuft gerade ein. Feststehende Ausführungen sind die richtige Wahl, wenn die Arbeitsrichtung feststeht – sie sind robuster und günstiger.

Offen oder geschlossen?

Geschlossene Aufroller schützen den Schlauch vor Schmutz, Spritzwasser und UV-Licht und wirken im Kundenbereich aufgeräumter. Offene Ausführungen sind leichter zu warten und erlauben den Schlauchwechsel ohne Demontage des Gehäuses.

Wie hoch soll der Aufroller montiert werden?

So hoch, dass der abgezogene Schlauch nicht am Boden schleift, aber der Rückzug noch sicher greift – in der Praxis 2,20 bis 2,80 m über dem Boden. Bei Deckenmontage über der Arbeitsstelle spart man Zugweg und Verschleiß am Umlenkarm.

Kann der Schlauch getauscht werden?

Ja. Schlauch und Drehgelenk sind Verschleißteile und einzeln lieferbar. Beim Tausch auf gleichen Innendurchmesser und gleiche Druckstufe achten – ein dickerer Schlauch passt nicht mehr vollständig auf die Trommel.