Ölmanagement-Systeme

Sobald mehrere Personen an mehreren Zapfstellen Öl entnehmen, lohnt sich die Erfassung. Die Systeme geben Öl erst nach Freigabe ab, protokollieren jede Entnahme und melden, wenn ein Fass leer wird – kabelgebunden über FMS Compact oder per Funk über LMS-RF.

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Ölmanagement-Systeme – Entnahme mit Freigabe und Protokoll

Ein Ölmanagement-System steuert und protokolliert die Frischölentnahme: Der Mitarbeiter meldet sich an der Zapfstelle an, das System gibt per Magnetventil frei, zählt die Menge über Impulsgeber mit und ordnet sie Auftrag oder Fahrzeug zu. Schwund, Fehlbuchungen und Zettelwirtschaft entfallen.

Das Sortiment reicht vom kompakten Einzelplatzsystem (FMS Compact) über MDS-Terminals bis zum funkbasierten LMS-RF, das mehrere Zapfstellen ohne Steuerleitung vernetzt.

Das Sortiment in Zahlen

  • Anschlussgrößen: F 1/2”, F 3/4”
  • Betriebsdruck: 25 bar bis 100 bar
  • Geeignete Medien: Frostschutz & Scheibenreiniger, Öl
  • Fördermengen: 1-30 l/min bis 60 l/min

Wo diese Technik eingesetzt wird

Ölmanagement beantwortet die Frage, die jede Werkstattleitung irgendwann stellt: Wo ist das Öl geblieben? Zähler mit Auftragszuordnung, Füllstandsüberwachung und Freigabe je Zapfstelle machen aus der offenen Entnahme einen nachvollziehbaren Vorgang – und aus dem Schwund eine Zahl.

Der zweite Nutzen liegt in der Beschaffung: Wer den Füllstand seiner Tanks kennt, bestellt rechtzeitig und in ganzen Gebinden statt in teuren Teilmengen.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Der Umfang richtet sich nach der Zahl der Zapfstellen: Für einzelne Plätze genügt ein Zähler mit Summenspeicher. Ab mehreren Zapfstellen lohnt eine Steuerung, die Entnahmen einem Auftrag zuordnet und ohne Freigabe kein Ventil öffnet.

Funkverbindungen ersparen die Leitungsverlegung in Bestandshallen – wichtig ist dann die Reichweite unter realen Bedingungen: Stahlbau und Regale dämpfen deutlich stärker als ein leerer Raum.

Betrieb, Wartung und Sicherheit

Ein Managementsystem ist nur so gut wie seine Pflege: Nutzerkennungen aktuell halten, Zähler nach Wartungsarbeiten gegenmessen und Füllstandsgeber nach jedem Tankwechsel prüfen. Sonst entsteht eine Genauigkeit, die es gar nicht gibt.

Häufige Fragen

Für wie viele Zapfstellen lohnt sich Ölmanagement?

Die Freigabe- und Protokollfunktion lohnt ab der ersten Zapfstelle, wenn Öl auftragsbezogen abgerechnet wird. Bei mehreren Strängen kommt der eigentliche Nutzen dazu: eine zentrale Übersicht über alle Entnahmen und Bestände.

Brauchen die Zapfstellen eine Datenleitung?

Nicht zwingend: Die LMS-RF-Systeme verbinden Zapfstellen per Funk mit der Zentrale – die Nachrüstung in bestehenden Hallen kommt so ohne neue Leitungen aus.

Welche Anschlussgrößen gibt es?

Lieferbar sind die Anschlussgrößen F 1/2”, F 3/4”. Maßgeblich ist der Anschluss der vorhandenen Leitung oder Pumpe; Adapter auf andere Gewinde sind als Zubehör verfügbar.

Für welche Medien sind die Geräte ausgelegt?

Die Ausführungen in dieser Kategorie decken folgende Medien ab: Frostschutz & Scheibenreiniger, Öl. Entscheidend sind die medienberührten Dichtungen und Werkstoffe - ein Gerät für Öl ist nicht automatisch für wasserbasierte Medien wie AdBlue® geeignet.

Lässt sich ein bestehendes Ölnetz nachrüsten?

In der Regel ja. Zähler und Magnetventile werden in die vorhandene Leitung gesetzt, Füllstandsgeber in den Tank. Der Aufwand steckt in der Elektrik – dafür gibt es Funklösungen.

Was misst ein Füllstandsgeber?

Je nach Bauart die Höhe der Flüssigkeitssäule oder den Abstand zur Oberfläche. Daraus errechnet die Anzeige das Volumen anhand der Tankgeometrie – die muss beim Einrichten hinterlegt werden.