Druckluft-Fettpumpen für Hobbock und Fass

Druckluftbetriebene Fettpumpen fördern Schmierfett direkt aus dem Gebinde — vom 12–16-kg-Hobbock über Eimer mit 18–30 kg und 50–60 kg bis zum 180–220-kg-Fass. Die Werkstattserie umfasst die Modelle 614, 660, 670 und 700; die Industrieserie 920 bis 1575 ist auf Zentralschmieranlagen und Dauerbetrieb ausgelegt.

Maßgeblich ist das Übersetzungsverhältnis: 14:1 für dünnflüssige Fette und kurze Leitungen, 50:1 bis 75:1 für den Werkstattalltag, 100:1 und 110:1 für zähe Fette, lange Leitungen und hohe Gegendrücke. Die Fördermengen reichen von 1000 bis 12 000 g/min, die Schaftlängen von 410 bis 950 mm — auch hier muss das Saugrohr zur Gebindehöhe passen. Filtern Sie oben nach Fassgröße, Verdichtungsverhältnis, Fördermenge und Schaftlänge.

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Fettpumpen – druckluftbetrieben

Pneumatische Fettpumpen fördern Abschmierfett mit hohen Übersetzungen direkt aus dem Gebinde: Der Druckluftmotor setzt den Netzdruck in die mehreren hundert bar um, die Fettleitungen und Schmierstellen verlangen. Saugrohrlänge und Folgeplatte richten sich nach der Gebindegröße.

Zur Wahl stehen Übersetzungen für kurze Wege bis zu Hochdruckausführungen für lange Leitungen und Verteilanlagen.

Das Sortiment in Zahlen

  • Geeignete Medien: Fett, Öl
  • Fördermengen: 1000 g/min bis 12000 g/min
  • Übersetzungsverhältnisse: 100:1, 110:1, 14:1, 20:1, 40:1, 50:1 und weitere

Wo diese Technik eingesetzt wird

Pumpen sind das Herz jeder Schmierstoffversorgung: Sie holen Öl, Fett oder Frostschutz aus Fass, Tank oder IBC und bringen es mit dem nötigen Druck zur Abgabestelle. In der Kfz-Werkstatt versorgt eine Pumpe die Ölzapfstellen an der Hebebühne, im Fuhrpark füllt sie Getriebe- und Motorenöl ab, in der Instandhaltung speist sie Schmierpressen und Progressivverteiler.

Die Ausführungen sind auf Fett, Öl abgestimmt – maßgeblich sind die medienberührten Dichtungen, nicht die Bauform.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Drei Fragen führen zur richtigen Pumpe: Welches Medium und welche Viskosität? Wie lang ist der Weg von der Pumpe bis zur entferntesten Zapfstelle? Und welche Energie steht bereit – Druckluft, 12/24 V im Fahrzeug oder 230 V am festen Platz? Die Fördermenge kommt erst danach.

Die Übersetzung gibt an, wie stark die Pumpe den Eingangsdruck erhöht: Bei R=3:1 werden aus 8 bar Luftdruck rund 24 bar am Auslass. Verfügbar sind hier 100:1, 110:1, 14:1, 20:1, 40:1 und weitere.

Betrieb, Wartung und Sicherheit

Druckluftpumpen brauchen aufbereitete Luft: Ein Wartungssatz aus Filter, Regler und Öler verlängert die Standzeit erheblich, weil Kondenswasser und Schmutz die häufigsten Ausfallursachen sind. Die Saugseite kurz und großzügig dimensionieren – dort entstehen die Verluste, die man später am Auslass vermisst.

Beim Fasswechsel läuft die Pumpe nicht trocken, wenn man sie abschaltet, bevor der Behälter leer ist. Luft im System muss anschließend wieder herausgefahren werden, was Zeit kostet und bei Fett mühsam ist.

Häufige Fragen

Warum brauchen Fettpumpen so hohe Übersetzungen?

Fett ist um Größenordnungen zäher als Öl: Um es durch Leitung, Aufroller und Mundstück bis in die Schmierstelle zu drücken, sind mehrere hundert bar nötig – deshalb Übersetzungen, die den Luftdruck vielfach verstärken.

Für welche Medien sind die Geräte ausgelegt?

Die Ausführungen in dieser Kategorie decken folgende Medien ab: Fett, Öl. Entscheidend sind die medienberührten Dichtungen und Werkstoffe - ein Gerät für Öl ist nicht automatisch für wasserbasierte Medien wie AdBlue® geeignet.

Druckluft oder Elektro – was ist die richtige Wahl?

Druckluft ist die robusteste Lösung, wenn ein Kompressor vorhanden ist: keine Elektrik am Fass, unempfindlich im Dauerbetrieb, einfach zu warten. Elektropumpen mit 12 oder 24 V sind für Servicefahrzeuge gedacht, 230-V-Ausführungen für feste Plätze ohne Druckluftnetz.

Wie viel Fördermenge brauche ich wirklich?

Für Ölwechsel an einem Arbeitsplatz genügen meist 8 bis 15 l/min – mehr bringt nichts, weil die Abgabepistole die Menge begrenzt. Größere Fördermengen lohnen sich erst, wenn mehrere Zapfstellen gleichzeitig laufen oder große Mengen umgefüllt werden.

Kann eine Ölpumpe auch Frostschutz oder AdBlue® fördern?

Nur, wenn die Dichtungen und die medienberührten Teile dafür freigegeben sind. AdBlue® ist alkalisch und greift Buntmetalle an – dafür gibt es eigene Ausführungen in Edelstahl und Polypropylen. Eine Ölpumpe für AdBlue® zu verwenden führt zu Korrosion und verunreinigt das Medium.

Was bedeutet die Angabe R=3:1 oder R=5:1?

Das Übersetzungsverhältnis zwischen Luft- und Mediendruck. R=5:1 macht aus 8 bar Luft rund 40 bar am Auslass. Je länger die Leitung und je zäher das Medium, desto höher sollte die Übersetzung sein.