Druckluft-Doppelmembranpumpen

34 luftbetriebene Doppelmembranpumpen mit Fördermengen von 20 bis 700 l/min. Gehäusewerkstoffe: Polypropylen für aggressive Chemikalien, Aluminium für Öle und Lösemittel, Edelstahl AISI 316 sowie elektropolierter Edelstahl für Lebensmittel und Pharmazie. Anschlüsse von 1/2 bis 2 Zoll BSP, in der Lebensmittelausführung mit Tri-Clamp.

Doppelmembranpumpen sind selbstansaugend, laufen trocken ohne Schaden und lassen sich stufenlos über den Luftdruck regeln — sie kommen überall dort zum Einsatz, wo Medium, Viskosität oder Feststoffanteil wechseln. Als Fassaufsatz (DRUM-MEC) und in doppelter Ausführung (TWIN-MEC) erhältlich. Pulsationsdämpfer und Saugrohre finden Sie im Zubehör.

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Membranpumpen – Druckluft-Doppelmembranpumpen

Druckluft-Doppelmembranpumpen fördern über zwei im Wechsel arbeitende Membranen: selbstansaugend, trockenlaufsicher und totmannfähig – läuft die Leitung zu, bleibt die Pumpe einfach stehen, ohne Schaden zu nehmen. Das macht sie zum Universalgerät für Umfüllen, Absaugen und Dosieren.

Die Medienverträglichkeit steckt in der Werkstoffwahl: Gehäuse aus Polypropylen, Aluminium oder Edelstahl AISI 316, Membranen aus NBR (Öle, Altöl, Diesel), Viton (Wasser, Frostschutz, Scheibenreiniger, AdBlue®), PTFE (aggressive Medien) oder EPDM (abrasive und alkalische Medien). Die Modellreihen sind nach Fördermenge gestaffelt.

Das Sortiment in Zahlen

  • Anschlussgrößen: 1.1/2” BSP, 1.1/2” Tri-Clamp, 1.1/4” BSP, 1/2” BSP, 1/4” BSP, 1” BSP und weitere
  • Werkstoffe: Aluminium, Edelstahl AISI 316, Edelstahl AISI 316 elektropoliert, Polypropylen
  • Fördermengen: 7 l/min bis 1050 l/min

Wo diese Technik eingesetzt wird

Pumpen sind das Herz jeder Schmierstoffversorgung: Sie holen Öl, Fett oder Frostschutz aus Fass, Tank oder IBC und bringen es mit dem nötigen Druck zur Abgabestelle. In der Kfz-Werkstatt versorgt eine Pumpe die Ölzapfstellen an der Hebebühne, im Fuhrpark füllt sie Getriebe- und Motorenöl ab, in der Instandhaltung speist sie Schmierpressen und Progressivverteiler.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Drei Fragen führen zur richtigen Pumpe: Welches Medium und welche Viskosität? Wie lang ist der Weg von der Pumpe bis zur entferntesten Zapfstelle? Und welche Energie steht bereit – Druckluft, 12/24 V im Fahrzeug oder 230 V am festen Platz? Die Fördermenge kommt erst danach.

Betrieb, Wartung und Sicherheit

Druckluftpumpen brauchen aufbereitete Luft: Ein Wartungssatz aus Filter, Regler und Öler verlängert die Standzeit erheblich, weil Kondenswasser und Schmutz die häufigsten Ausfallursachen sind. Die Saugseite kurz und großzügig dimensionieren – dort entstehen die Verluste, die man später am Auslass vermisst.

Beim Fasswechsel läuft die Pumpe nicht trocken, wenn man sie abschaltet, bevor der Behälter leer ist. Luft im System muss anschließend wieder herausgefahren werden, was Zeit kostet und bei Fett mühsam ist.

Häufige Fragen

Welche Membran für welches Medium?

NBR für Öle, Altöl und Diesel; Viton für wasserbasierte Betriebsstoffe wie Frostschutz, Scheibenreiniger und AdBlue®; PTFE für aggressive Chemie (Säuren und Laugen); EPDM für abrasive und alkalische Medien. Gehäuse und Membran müssen zusammen zum Medium passen.

Was heißt „trockenlaufsicher“ konkret?

Die Pumpe nimmt keinen Schaden, wenn das Gebinde leer ist oder die Ansaugung abreißt – sie läuft einfach weiter, bis wieder Medium ansteht. Bei Kolben- und Kreiselpumpen wäre das ein Garantiefall.

Welche Anschlussgrößen gibt es?

Lieferbar sind die Anschlussgrößen 1.1/2” BSP, 1.1/2” Tri-Clamp, 1.1/4” BSP, 1/2” BSP, 1/4” BSP, 1” BSP, 1” Tri-Clamp, 2.1/2” Tri-Clamp und weitere. Maßgeblich ist der Anschluss der vorhandenen Leitung oder Pumpe; Adapter auf andere Gewinde sind als Zubehör verfügbar.

Druckluft oder Elektro – was ist die richtige Wahl?

Druckluft ist die robusteste Lösung, wenn ein Kompressor vorhanden ist: keine Elektrik am Fass, unempfindlich im Dauerbetrieb, einfach zu warten. Elektropumpen mit 12 oder 24 V sind für Servicefahrzeuge gedacht, 230-V-Ausführungen für feste Plätze ohne Druckluftnetz.

Wie viel Fördermenge brauche ich wirklich?

Für Ölwechsel an einem Arbeitsplatz genügen meist 8 bis 15 l/min – mehr bringt nichts, weil die Abgabepistole die Menge begrenzt. Größere Fördermengen lohnen sich erst, wenn mehrere Zapfstellen gleichzeitig laufen oder große Mengen umgefüllt werden.

Kann eine Ölpumpe auch Frostschutz oder AdBlue® fördern?

Nur, wenn die Dichtungen und die medienberührten Teile dafür freigegeben sind. AdBlue® ist alkalisch und greift Buntmetalle an – dafür gibt es eigene Ausführungen in Edelstahl und Polypropylen. Eine Ölpumpe für AdBlue® zu verwenden führt zu Korrosion und verunreinigt das Medium.

Was bedeutet die Angabe R=3:1 oder R=5:1?

Das Übersetzungsverhältnis zwischen Luft- und Mediendruck. R=5:1 macht aus 8 bar Luft rund 40 bar am Auslass. Je länger die Leitung und je zäher das Medium, desto höher sollte die Übersetzung sein.